Am 7. Juli 2025 startete das Präventionsprojekt „JVA goes Schule“, das die Realität des Jugendstrafvollzugs direkt in die Klassenzimmer brachte. Ziel war es, Jugendliche und junge Erwachsene für die Folgen von Kriminalität zu sensibilisieren und sie vor Fehlentscheidungen zu bewahren.
Im Mittelpunkt stand ein von jugendlichen Insassen produzierter Film, der ehrlich von ihren Erfahrungen im Gefängnis berichtete. Die jungen Menschen schilderten ihre Straftaten, das Leben hinter Gittern und die nachhaltigen Konsequenzen. Diese authentischen Einblicke regten viele Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken an.
Die Veranstaltung umfasste offene Gesprächsrunden, in denen die Teilnehmenden Fragen stellen und mit Herrn Herbert, dem Referenten, ins Gespräch kommen konnten. Der Fokus lag auf ehrlichem Austausch statt erhobenem Zeigefinger.
„JVA goes Schule“ war in den Gemeinschaftskundeunterricht des Jahrgangs 8 eingebunden und umfasste den anschließenden Besuch einer Gerichtsverhandlung im Amtsgericht Bruchsal. Es leistete einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit und sensibilisierte Jugendliche frühzeitig für die Folgen ihres Handelns.
Ein besonderer Dank gilt Werner Herkert, der das Projekt leitete, sowie Judith Schleicher Schulsozialarbeiterin des Caritasverbands Bruchsal, die das Projekt an der Pestalozzi Gemeinschaftsschule in Graben-Neudorf für die Lerngruppen 8a und 8b organisierte. Ihr Engagement trug entscheidend dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler von diesem wertvollen Angebot profitieren konnten. Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch den Caritasverband Bruchsal und den Förderverein der Pestalozzi GMS.